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Besichtigungsrundgang
Der Gesellschaftssaal bildete früher den Haupteintrittsraum des Schlosses. Nachdem man durch zwei Glastüren gegangen war, hatte man den äusseren zweiarmigen Treppenaufgang erreicht. Auf dem grossen Gemälde ist dargestellt, wie Wolf von Dalberg, auf der Engelsbrücke in Rom, dem Privileg des Geschlechtes entsprechend zum Ritter geschlagen wird. Die förmliche Atmosphäre des Speisesaals wird noch gesteigert durch die typischen Barockporträts der Edlen von Schönborns. Die Verzierung des Saals mit Malereien wurde vor drei Jahre entdeckt und restauriert. Diese gemalten architektonischen Elemente sollen bei uns den Eindruck eines geöffneten Altans mi freier Aussicht in die Natur erwecken.
Die Treppenhalle ist ein in Mitteleuropa einzigartiges Meisterstück, das die grosszügige Gestaltung eines repräsentativen Empireinterieurs veranschaulicht. Diese Raumgestaltung entstand während der baulichen Umänderungen in den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts unter der Anleitung des Architekten Schleps. Die gegenwärtige Ausstattung der Räumlichkeiten im ersten Stock des Schlosses zeugt von der Art und Weise, wie der Adel zu Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Räume einzurichten pflegte. Interessant sind die Räume von Friedrich Ferdinand Dalberg (1822-1908), der zu seiner Zeit ein bekannter Naturwissenschaftler und Ornithologe war. Diese Räume wurden rekonstruiert aufgrund von Archivfotografien vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die Einrichtung der grossen Schlossbibliothek im Spätjugendstil hat der Wiener Architekt Hans Prutscher vorgeschlagen und sie wurde von der Tischlerfirma Leixner und Sohn aus Datschitz im Jahr 1909 realisiert. Die zweckmässige Lösung des Galerieraums ermöglichte es, den wesentlichen Teil des Bücherbestandes des Schlosses, der mehr als 17.000 Bände umfasst, in der Bibliothek zu konzentrieren.





