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Geschichte


Ansicht der Stadt im Jahr 1729Im Jahre 1579 wurde nahe der alten Burgfestung das Renaissancegebäude des alten Schlosses fertiggestellt, das bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist (Das alte Schloss ist nicht zugänglich, es dient als Rathaus). Der von dem Italiener Francesco Garof de Bissone gebaute Renaissanceturm der St. Laurentiuskirche bildet das vorherrschende Merkmal der Stadt. Derselbe Architekt erhielt von Oldřich (Ullrich) Krajíř von Krajek auch den Auftrag ein neues Schloss zu bauen, das zum ersten Mal in den Stadtannalen im Jahre 1591 erwähnt wird. Die Architektur dieses Gebäudes entspricht dem Typ der oberitalienischen Stadtpaläste, die durch ihre vierflügelige Disposition rings um den quadratförmigen Hof gekennzeichnet ist. An den Renaissanceursprung des Schlosses erinnern die offenen Bogengänge im ersten und zweiten Stock des nördlichen Vorderflügels.


 

Ansicht der Stadt nach dem Jahr 1733Nachdem das Geschlecht der Herren von Krajek ausgestorben war, wechselte das Schloss häufig seine Besitzer. Während des 17. Jahrhunderts brannte das Schloss zweimal. Trotzdem wurden wegen langwieriger Eigentumszwistigkeiten keine Reparaturen vorgenommen. Erst Jindřich Karel (Heinrich Karl) von Ostein, der das Anwesen in Dačice im Jahre 1728 gekauft hatte, begann einen gründlichen Umbau des Schlosses und beauftragte mit dieser Aufgabe Francesco Camelli. Damals entstand die barocke Formgestaltung des Schlossturms am Südflügel.


Das Schloss in der Mitte des 19. JahrhundertsDie letzte Umgestaltung, die dem Schloss sein heutiges Gepräge verdankt, ist mit dem Namen der nachfolgenden Besitzer, den Dalbergs, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Dačice kamen, verbunden. der Wiener Architekt Riedl gestaltete im Jahre 1816 die Aussenseite des Schlosses im Stil des Empire um und fünfzehn Jahre später passte ein weiterer Wiener Architekt Schleps, das Innere des Schlosses der Empirevorderfront an, wodurch ein stilreines Gebilde entstand.


Den Dalbergs gehörte das Schloss bis zum Aussterben des Geschlechts im Jahre 1940, danach fiel es als Erbgut der Familie Salm-Salm zu und im Jahre 1945 wurde das Schloss vom Staat übernommen. Die bauliche Gestaltung zu Beginn des 19. Jahrhunderts liess aus dem ursprünglich im Renaissancestil errichteten Schloss ein stilgerechtes Gebilde der Empirearchitektur entstehen. Dieser Charakter wird auch durch die gegenwärtige Einrichtung des Grossteils der Innenräumlichkeiten aufrechterhalten.